Kanuwandern
Wasserwandern…?
Passt das zusammen, Kanus, Canadier oder sogar SUPs und Wandern? Hervorragend, wie wir finden.
Wandern ist ja die Bewegung aus eigener Kraft über längere Strecken. Dies übertragen wir auf Kajak, Kanadier oder SUP. Touren können nur über einen Tag oder auch über mehrere Tage gehen. Bei Mehrtagestouren kommt man entweder wieder da an, wo es losging, oder an einem ganz anderen Ort. Übernachtungsmöglichkeiten können zahlreiche genutzt werden. Natürlich gibt es an manchen Orten Hotels oder Pensionen, aber für Zugvögel fühlt sich das nicht so richtig stimmig an. Schöner und geselliger sind da schon Jugendherbergen. Da wir jedoch gerne naturnah unterwegs sind, ist eine Gepäckfahrt die Königsdisziplin des Kanuwanderns, und die schönste Übernachtung ist die im Hotel der 1000 Sterne, bei der man alles notwendige im Boot dabei hat und am Ende des Tages im Zelt übernachtet. Dies ist nicht immer in allen Revieren möglich, denn der Naturschutz hat Vorrang. Campingplätze sind da schon eine gute Wahl, besonders erwähnenswert sind jedoch die DKV (Deutscher Kanu Verband) Kanustationen. Das können Kanu-Vereine, Jachthäfen oder auch nur Wiesen sein, in aller Regel mit Infrastruktur wie WC`s, Duschen, Strom und manchmal sogar Kochgelegenheiten. Nähere Informationen sind unter https://www.kanu.de/DER-DKV/Vereine/DKV-Kanu-Stationen-52087.html zu finden.
Beim Kanuwandern sind ein Reihe von Aufgaben zu lösen: was nehme ich mit, was passt davon ins Boot, wo verstaue ich was, wo kann man übernachten, bekommt man unterwegs Verpflegung und Wasser und vor allem, wo geht’s hin, wie kommt man wieder zurück?
Mit dem Kanu kann man auf allen Gewässern wandern, die freigegeben sind (allgemein sind Befahrungsregeln einzuhalten) und wenn der Wasserstand stimmt. Man muss sich vor der Tour Gedanken machen über Etappenlänge, Ausrüstung, Können, Wetter und Besonderheiten des Gewässers, die persönlichen Fähigkeiten (Kondition, Bootsbeherschung vor allem wenn es voll beladen ist) bis hin zu Vorlieben (Übernachtungsmöglichkeiten etc). Dann kann es los gehen über Flüsse wie Ruhr, Rhein, Weser oder Elbe als Beispiele, Seen wie zum Beispiel der Bodensee oder der Müritzsee. Und wer es noch ausgesetzter mag und die entsprechende Erfahrung hat, kann sogar auf dem Meer paddeln und wandern (siehe Seekajakfahren).
Kanuwandern ist also mehr als nur ein Sport, es ist aktive Erholung, man sammelt viele Eindrücke und erlebt die Welt aus einer anderen Perspektive. Das Gefühl einer gewissen Autonomie kann ein toller Gegenpol zum hektischen (Arbeits-) Alltag sein. Wir bieten regelmäßig Gepäcktouren als Verein an und unterstützen sehr gerne bei allen Fragen rund um das Wasserwandern.